KKS Eime - Dunsen > Geschichte des Vereins

Geschichte des Vereins

KK - Schützenverein von 1965 Eime - Dunsen eV.

"Schützenwesen im Flecken Eime"

Der Schießsport in Eime - Dunsen reiht sich in eine über 850 Jahre bestehende Schützentradition ein. Ein Nachweis über das Schützenwesen im Flecken Eime lässt sich nachvollziehen aufgrund einer Mitteilung vom Amtmann zu Lauenstein aus dem Jahre 1797. Obwohl es bei den sogenannten Freischießen wegen bekannter Unfälle zu einem Verbot gekommen war, wurde der Jungmannschaft des Flecken Eime genehmigt um einen Kranz zu schießen. Dieser Kranz wurde vom Bürgermeister dem besten Schützen "heute Bürgerkönig" überreicht. Dieses ist auch aufgezeichnet im Buch "Unsere Heimat" W.Barner, Seite 345.

Aus diesen jährlichen Schießen ist auch eine Fahne entstanden, die von den Damen der Schützen gestickt wurde und heute in der Heimatstube aufbewahrt wird. Der Text lautet wie folgt:

"Gewidmet den Söhnen von den Töchtern zu Eime,
Krone als Wappen, Flecken Eime 1841"

Der erste Schützenverein in Eime wurde 1928 gegründet, musste sich jedoch 1939 auflösen und wurde nach dem 2. Weltkrieg nicht wieder ins Leben gerufen. Eine Wiedergründung war nicht möglich, weil dafür die amtlich rechtlichen Unterlagen fehlten. Am 10. Januar 1965 fanden sich Männer zusammen, um die alte Schützentradition wieder aufleben zu lassen. Elf Männer gründeten den Kleinkaliber-Schützenverein Eime-Dunsen (KKS) und zwar:
Siegfried Aschmann, Hans-Gerhard Blinne, Wolfgang Darsow, Friedhelm Hecht, Erich Kunte, Horst Papendorf, Karl-Heinz Siede, Günter Schwarze, Alwin Steinberner, Hans-Georg Schneider und Hans-Joachim Warmuth.
Am 24. Januar 1965 wurde die erste Jahresversammlung im Gasthaus Schneider durchgeführt und der Verein startete mit 22 Mitgliedern. Als 1. Vorsitzenden wurde Siegfried Aschmann gewählt. In den Anfangsjahren eines neuen Vereins eine Aufgabe, die viel Einsatz erforderte. Man freute sich über die Mitgliedschaft einiger alter Schützenbrüder und zwar Rudolf Treuholz, Georg Schneider, Ernst Knoblauch und Bernhard Kasper. Rudolf Treuholz hatte die alte Königskette über den Krieg hinweg gerettet und übergab dieses wertvolle Stück dem jungen Verein. In der Schützenklasse wird sie noch heute getragen.

Unter den Mitgliedern herrschte Einigkeit, dass viel Arbeit bestand, den alten Schießstand auf dem Grundstück der Familie Schneider in Dunsen (heute Dunser Str. 29) nach neuesten Gesichtspunkten auszubauen. Viel Fleiß und Mühe waren täglich in der Freizeit erforderlich um diese Arbeiten auf dem hängigen, aber schönen Gelände zu erledigen. Pfingsten 1965 war es dann soweit, auf der neuen eigenen Anlage mit dem Luftgewehr zu schießen. Zur Standeinweihung wurde vom damaligen Vorsitzenden des Kreisverbandes Alfeld Kurt Koch eine Ehrenscheibe mit dem Emblem des Deutschen Schützenbundes überreicht. Der damalige 2. Kreisvorsitzende Ewald Wienecke, Föhrste, Hauptschießsportleiter Heinrich Brunke, Alfeld sowie der Schützenbruder Herbert Meuschke, Esbeck, halfen dem Verein mit Rat und Tat einen Schießbetrieb aufzubauen, der den Anforderungen und Richtlinien des Deutschen Schützenbundes gerecht wurde. Am 23. Mai 1965 wurde bei einer Mitgliederversammlung das Tragen einer Schützenjacke in grün beschlossen. Die Jugendarbeit wurde bereits im Aufbau des Vereins mit vorgenommen und somit konnte bereits bei der Jahresversammlung am 14. Januar 1967 über viele Erfolge berichtet werden. Die Bauarbeiten wurden weitergeführt und so konnte im September 1967 die zweibahnige 50 m Kleinkaliber-Anlage in Betrieb genommen werden. Die Erweiterung und Modernisierung des Schützenhauses und Grundstück hat sich über viele Jahre bis zum heutigen Tage fortgesetzt. Als kurze Aufzählung wie folgt:
1974/75 Erweiterung der Luftgewehrstände auf 7 Plätzen und gleichzeitiger Überdachung
1979/80 Toilettenbau, Wasser- und Abwasseranschluss, Dachumbau
1982 Umbau KK-Anlage auf Seilzugbetrieb sowie Neubefestigung
1988 Einbau einer Elektro-Heizung, gesamte Renovierung und Isolierung
1996 Erwerb des Grundstücks von Familie Schneider insgesamt 1.242 qm, Dunser Str. 29
1997/98 Anbau Vorratsraum sowie neues Dach des gesamten Hauses
1999 Parkplatzanlegung durch neue Straßengestaltung
2001/03/07 Neuanlegung Aufgang Schützenhaus und Sitzfläche / Grillplatz - Einweihung 29.08.2003
2013 Umbau der Heizung von Elektrospeicheröfen auf Gasheizung
Neben diesen vielen Arbeiten durften aber Feierlichkeiten auch nicht vergessen werden. Zum 5-jährigen Bestehen im Jahre 1970 wurde ein Schützenfest mit Fahnenweihe vom 30.05.-01.06.1970 auf dem Schützenplatz ausgerichtet. Es war das letzte Zeltfest auf diesem Platz. Als Patenvereine zur Fahnenweihe stand uns der Schützenverein Langenholzen und die Bürgergilde Kiel-Elmschenhagen zur Seite. 10/15 jährige Geburtstage wurden als große Zeltfeste gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Eime gefeiert. Weitere Bestehen wurden 1985 / 1990 / 1995 / 2000 / 2005 / 2010 im kleineren Rahmen in der Mehrzweckhalle bzw. im Sportheim abgehalten.

Im Jahre 1984 mit der Jahresversammlung am 10. März 1984 wurde der Beschluss gefasst , das Bogenschießen als neue Sportart und Sparte aufzunehmen. Im Anfang war es schwierig einen geeigneten Platz zu finden, zunächst Sportplatz, dann Platz an der Sporthalle und dann im Jahre 1990 der jetzige Platz, angepachtet von der Familie Heuer. Seit einigen Jahren wird nun jährlich der Maibaum aufgestellt und an diesen Tagen mit den Einwohnern gefeiert.

Bisher wurde aufgezeichnet der Werdegang des Vereins allgemein aber noch nicht über sportliche Erfolge der aktiven Mitglieder in allen Bereichen Jugend-/Damen-/und Schützenklasse. Alle Erfolge und Leistungen der Jahre aufzuzeichnen ist nicht möglich. Überfüllte Pokalschränke und Regale im Schützenhaus beweisen, das aktiv Sport betrieben wird.

In den ganzen Jahren hat der Verein an allen Ausschreibungen im sportlichen Schießen teilgenommen und in den Bereichen Verbandsmeisterschaften, Landesmeisterschaften und auch Deutschen Meisterschaften gute Platzierungen erreichen können. Geschossen werden im Gewehrbereich Luftgewehr, Luftpistole und Kleinkaliber. Da aufgrund bestehender Vorschriften des Waffengesetzes das Schießen für Jugendliche erst ab 12. Jahren gestattet ist gibt es jetzt die Möglichkeit mit dem Lichtpunktgewehr, also ohne Munition, zu schießen, ohne jegliche Alterseinschränkung.

Im Bogenbereich gibt es keine Alterseinschränkung, so dass schon in jungen Jahren teilgenommen werden kann. Es werden hier die unterschiedlichen Entfernungen von 18 bis 70 m geschossen.

Einmal im Jahr wird eine alte Tradition im Schützenwesen aufgenommen und ein Königsschießen durchgeführt. Für Jugendliche bis 18 Jahren mit dem Luftgewehr, für Erwachsene mit dem Kleinkalibergewehr jeweils 1 Schuss stehend aufgelegt. Dadurch das nur ein Schuss möglich ist sind für Alle Beteiligten gleiche Chancen gegeben. Die ermittelten Sieger werden dann beim Königsausmarsch geehrt mit dem Überreichen der Königsketten und den Königsscheiben an den Wohnungen. Ein Königsball am Abend rundet dann diesen Tag ab. In diesem Zusammenhang wird auch für die Bürger aus Eime und Dunsen ein Bürgerkönigschießen ausgerichtet für die Jugend und Erwachsene. Die Gewinner werden mit aufgenommen zum Königsmarsch und Königsball. Um allen Bürgern einen Einblick in das Vereinsleben eines Schützenvereines zu geben wird jährlich ein Pokalschießen für Vereine und Verbände oder anderen Vereinigungen durchgeführt. In den Gruppen Herren, Damen und Jugend werden Gewinner ermittelt und durch Wanderpokale und Einzelauszeichnungen belohnt.

Wurde 1965 mit 27 Mitgliedern begonnen hat es sich bis heute in 10-jähriger Staffelung wie folgt ergeben:

1975 = 109 Mitglieder 1995 = 187 Mitglieder
1985 = 133 Mitglieder 2005 = 214 Mitglieder

Der Verein ist Mitglied im Sportschützenverband Alfeld mit ca. 2.700 Mitgliedern in 26 Vereinen, wobei wir der stärkste Verein sind. Weiterhin Mitglied im Nieders. Sportschützenverband, Deutschem Schützenbund sowie Kreissportbund Hildesheim.
Vorsitzende des Vereins:

1965 - 1970 Siegfried Aschmann
1970 - 2011 Gerhard Lunkewitz jetzt Ehrenvorsitzender
seit 2011 Uwe Zuter


Ihr KKS Eime - Dunsen